aktualisiert am 23. Oktober 2013

Acht‘ auf den Abstand

2012-Tagung-Mind-the-Gap-PlakatAcht‘ auf den Abstand! Möglichkeitsräume in der Systemischen Sozialarbeit

Mind the Gap! Potential Space in Systemic Social Work

4. Merseburger Tagung zur Systemischen Sozialarbeit am 19. Oktober 2012

 

„Mind the Gap! – Acht’ auf den Abstand!“ – damit wird in den Londoner U-Bahnhöfen bei jeder Zug-Einfahrt auf den Zwischenraum zwischen Bahnsteigkante und Wagentür hingewiesen.

„Mind the Gap! – Acht’ auf den Abstand!“ Abstand muss nicht unbedingt nur eine lästige Lücke sein, eine Kluft, die sich auftut, in die man fallen und in der man sich verletzen oder schlimmstenfalls verloren gehen kann. Abstand kann auch ein Zwischenraum sein, der neue Räume eröffnet, in dem unerwartete Entwicklungen möglich sind. Erst mit Abstand lässt sich Vertrautes manchmal besser erkennen: die Verbindung zur Umgebung tritt deutlicher hervor, Details und Unterschiede heben sich klarer ab, Nähe und Fremdheit werden begreifbar. Die eigene Position wird stärker bewusst. Abstand stellt Unterschiede her, indem er sie betont und eröffnet buchstäblich „Spiel-Räume“ für Neues.

Hiermit befasst sich die 4. Merseburger Tagung zur Systemischen Sozialarbeit am 19. Oktober 2012. Sowohl PraktikerInnen aus Deutschland wie auch TeilnehmerInnen des STEP-Projekts werden eigene Ansätze der systemischen Sozialarbeit und des proefessionellen Selbstverständnisses darstellen.

Das STEP-Projekt „Systemic Social Work throughout Europe // Systemische Sozialarbeit in ganz Europa“ verbindet VertreterInnen der Systemischen Sozialarbeit aus Wien, London, Aberdeen, Helsinki, Luzern und Merseburg. Während ihres zweijährigen, von der Europäischen Union geförderten Projekts treffen sie sich an jedem Ort einmal und vergleichen ihr jeweiliges Verständnis systemischer Ansätze in der Sozialarbeit auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Bei jedem der Treffen wir der Austausch mit der Praxis vor Ort gesucht, u.a. durch Fachtagungen.

„Mind the Gap! – Acht’ auf den Abstand!“ Die Tagung wird zweisprachig sein, d.h. alle Vorträge und Plenumsveranstaltungen sowie einige Workshops werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, andere nur in einer Sprache durchgeführt. Für die TeilnehmerInnen reicht es aus, eine der beiden Sprachen zu beherrschen. Durch die Zweisprachigkeit wird die Tagung verlangsamt, gewissermaßen also eine „slow conference“. Sie experimentiert mit dem Abstand, der Lücke, stellt selbst einen Spiel- und Möglichkeitsraum dar: Denn auch, wenn das Übersetzen natürlich „Zeit kostet“, entsteht dadurch gleichzeitig Raum für andere Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken, für die sonst kein Platz wäre. Wir laden alle ein, sich auf dieses Experiment einzulassen.

 

Veranstalter

Die Tagung wird veranstaltet von den STEP-Partnern auf Merseburger Seite: Prof. Dr. Lisa Werkmeister Rozas (Hartford/University of Connecticut, School of Social Work) und Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp (Hochschule Merseburg).
Die Koordinatorin der Tagung ist Julia Hille, M.A.

 

Kontakt

Tagung „ Acht auf den Abstand!“
Hochschule Merseburg
Geusaer Straße
06217 Merseburg
Tel. 03461/ 46 22 31
tagung2012@systemische-sozialarbeit.de

 

Design Logo und Poster: Thomas DiPaolo , Rottenburg