aktualisiert am 24. September 2018

Workshops A

Donnerstag, 16.30 bis 18.00 Uhr

A1  – Sina Gado & Thomas Merten: Blindenhunde der systemischen Sozialarbeit
Der Workshop befasst sich mit „Blinden Flecken“, die den ExpertInnen bei sich selbst oder in der Arbeit mit AdressatInnen begegnen können. Die Beleuchtung und Sichtbarmachung dieser Flecken kann oftmals dazu führen, dass den Betreffenden neue Lösungen und Perspektiven ersichtlich werden, die vorher verborgen blieben. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen werden Methoden und Möglichkeiten besprochen, welche den Weg zu neuen Lösungsansätzen durch Sichtbarmachung der „Blinden Flecken“ weisen können.

A2 – Vera Taube: Zwickmühlen – Soziale Arbeit und ethische Dilemmata
Tätigsein in der Sozialen Arbeit bietet eine Vielzahl an großen und kleinen Zwickmühlen – verbunden mit Fragen nach dem höchsten Gut und dem richtigen Handeln. Wir machen uns auf, diese mit kritischem Geist zu betrachten, Argumente zu hinterfragen und uns einer Antwort zu nähern. Hier gibt es keine Rezepte zum Lösen ethischer Dilemmata – aber ein Training darin, nichts unversucht zu lassen!

A3 – Anne Venske & Frederic Zahn: Du hörst was, was ich nicht sehe!
Wir können dasselbe hören und dennoch Verschiedenes assoziieren, das Gleiche sehen und etwas anderes empfinden. In diesem Workshop wird durch die Verbindung von auditiven und visuellen Reizen die Subjektivität unserer Wahrnehmung verdeutlicht. Die Teilnehmenden haben so nicht nur die Möglichkeit, ihr eigenes Bewusstsein für diese Problematik zu sensibilisieren, sie gewinnen zusätzlich eine leicht umzusetzende musikpraktische Methode für die sozialpädagogische Arbeitspraxis.

A4 – entfällt leider

A5 – Ingrid Hollman & Simone Küchler:  Zusammenarbeit in der Gemeindepsychiatrie – Vorteile und Herausforderungen
Im psychiatrischen Bereich verbreitet sich das Konzept vom Trialog. Angefangen hat diese Entwicklung mit Gesprächsrunden von beruflich Tätigen, Betroffenen und Angehörigen in denen diese sich über ihre eigenen Erfahrungen austauschen und ein Verständnis für den Standpunkt des Anderen gewinnen. Aus den trialogischen Gesprächen wurde trialogisches Arbeiten in der Gemeindepsychiatrie. Dies kann eine enorme Bereicherung sein, aber auch eine große Herausforderung. Wir wollen gemeinsam Strategien für eine gute Zusammenarbeit suchen.

A6 – Beate Görlich: Perspektivwechsel: Die Welt von der Klientenseite aus betrachten
Wann sind wir selbst zum letzten Mal in den Schuhen unserer Klienten gegangen? Wann haben wir das letzte Mal den Alltag genau an dem Ort gemeistert, wo sich unsere Klienten aufhalten? Und wenn nicht für einen Tag, dann für eine Stunde oder virtuell! Mit den vorgestellten Methoden erhalten wir Hilfsmittel, um uns in die Lebensumstände eines Klienten hineinversetzen zu können und die Bedürfnisse unserer Klienten aus deren Perspektive zu erkunden.

A7 – Erzsébet Roth & Dalal Mahra:  Ich sehe Kultur. Sensibel. Wie helfe ich kultursensibel?
Amira ist im Frauenhaus, weil ihr Bruder sie bedrohte. Beratungsangebote empfehlen betroffenen Frauen, ihre Familien zu verlassen, um ihren Lebensstil durchzusetzen. Institutionelle Betreuung und der Bruch mit der Familie scheint die einzig mögliche Lösung. Der Familienrat mit systemischer Herangehensweise birgt das Potenzial eine Brücke „zwischen Tradition und Moderne“ zu sein. Inwiefern Familienrat kultursensibel „sieht“ und hilft und warum alle Kulturen davon profitieren, möchten wir im Rahmen eines lebendigen Workshops aufzeigen.

A8 Master-Workshop – Von den Potentialen der Multiprofessionalität
Johanna Arnold: Hochschulsozialarbeit – Von der Entdeckung eines Auftrages für die systemische Sozialarbeit
Kita-Sozialarbeit, Schulsozialarbeit, Betriebliche Sozialarbeit – Soziale Arbeit fördert, unterstützt und berät Menschen zunehmend an ihren alltäglichen Bildungs- und Lernorten. Nicht so an deutschen Hochschulen. Trotz nachweislich steigendem Studierendenstress findet bislang kaum Hochschulsozialarbeit statt. Dieser Workshop sensibilisiert für die guten Gründe einer Sozialarbeit im tertiären Bildungssektor. Er lädt dazu ein, sich an der Reise in ein neues Arbeits- und Berufsfeld unserer Profession zu beteiligen.
Vanessa Corona: Kooperation – wenn verschiedenste Professionen zusammenarbeiten müssen
Kooperation ist ein großes und wichtiges Thema in der Sozialen Arbeit. Wir Sozialarbeiter*innen nehmen uns oft als Einzelkämpfer*innen wahr und trotzdem arbeiten wir mit anderen Einrichtungen, Organisationen und Professionen zusammen. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus? Wie funktioniert die Kooperation miteinander? Was können wir selbst dazu beitragen, damit es noch besser gelingt? Ich möchte Sie dazu einladen, diese und andere Fragen genauer zu betrachten, zu besprechen und zu diskutieren.

A9 Master-Workshop – Perspektiven
Sandy List: Tausche blinden Fleck – gegen Brille mit Perspektivenerweiterung
KlientInnen, die uns in der Praxis begegnen, tragen verschiedene Anliegen in ihrem Gepäck. Oftmals wirken diese Menschen, wie Gunther Schmidt es sagen würde, in einen Strudel der Problemtrance geraten zu sein. Dieser legt sich scheinbar wie ein Schleier über die vorhandenen Ressourcen und Lösungsvorstellungen, die alle KlientInnen in sich tragen. Ich möchte eine kreative Methode vorstellen, die dazu beiträgt, dass eine Perspektivenerweiterung bei KlientInnen angeregt werden kann.
Jana Barkowski: Vorhang auf!
„Die ganze Welt ist eine Bühne“ (Shakespeare) – Spielen wir alle unser Leben lang nur Theater? Im Allgemeinen nimmt der Mensch mehrere soziale Positionen ein. Mit jeder sozialen Position ist auch eine soziale Rolle verbunden, welche sich aus den gesellschaftlich erwarteten Verhaltensweisen an den Inhaber der sozialen Position definiert. Sind wir uns über die verschiedenen Rollen die wir einnehmen und den damit verbundenen Erwartungen bewusst? Und wie können wir dem begegnen, um nicht in Konflikte zu geraten? Diese Fragen sollen in diesem Workshop im Mittelpunkt stehen.

A10 Master-Workshop – Kommunikation
Sally Thiele: Professionelles Rauchen – Ein Kommunikationsmittel in der Sozialen Arbeit
Kann rauchen für Sozialarbeiter nützlich sein? Ist der Interaktionsgrad zwischen Rauchern höher als zwischen Nicht-Rauchern? Welche vergleichbaren Kontaktpunkte habe ich zu Klienten, wenn ich nicht rauche? Darf ich während meiner Arbeitszeit mit Klienten rauchen? All diese Fragen und welchem Dilemma wir bei diesem Thema begegnen, können Bestandteil unserer Diskussion sein.
Mareike Stauder: „Fließend pantomimisch?“- Alltagsbegleitung geflüchteter Jugendlicher systemisch gestalten
Wie gestalte ich alltägliche Interaktionen mit Jugendlichen, die meine Sprache gerade erst lernen? Und wie kann ich dabei systemisch vorgehen, obwohl ich viele sprachbasierte Methoden gar nicht anwenden kann? Ich stelle hierzu Leitgedanken und praktische Beispiele aus meiner stationären Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen vor. Die Teilnehmenden lade ich dazu ein, gemeinsam weitere Ideen zu entwickeln.